Balthasar Neumann      
Um 1740 wurde ein Neubau der Kirche nötig, da die erst 1695 barockisierte Basilika zu klein wurde und auch die Bausubstanz Mängel zeigte. Balthasar Neumann wurden die Planungsaufgaben übergeben.
1745 begannen die Vorbereitungen, 1747 wurde der Bau in Angriff genommen. Ein Schüler Neumanns - Leonhard Stahl - leitete die Arbeiten. 1749 veränderte Neumann die Ausdehnung des Querschiffes, damit in der alten Kirche bis zur Fertigstellung der neuen Basilika weiterhin die Gottesdienste stattfinden konnten. Zur Planung dieser Umstellung fertigte man einen Grundriss der neuen und alten Kirche an: Nur dieses Dokument zeigt die Lage und die Ausmaße der alten Basilika.


1750 (am Fest des hl. Ulrich) erfolgte die Grundsteinlegung. Bereits im August 1753 starb Balthasar Neumann. Es folgte eine Weiterführung der Bautätigkeit nach Neumanns Plänen. Meinungsverschiedenheiten über Finanzierung und weitere Baugestaltung im Konvent führten im Juni 1755 zu einem Führungswechsel im Kloster.
Nun rief Abt Angehrn Neumanns Sohn Ignaz Michael zur Fortführung des Baus nach Neresheim. Dieser konnte aber seine Vorschläge nicht ausführen, da der Konvent 1759 beschloss, entgegen den Plänen Neumanns die Kuppeln flacher und aus Holz zu fertigen. 1769/1770 waren die Gewölbe fertig.
Die Fassade wurde im großen und ganzen nach Neumanns Plänen (bis zum Dreiecksgiebel) erstellt. 1767 wurden die Plastiken geschaffen.
Die Einsegnung erfolgte 1777.
Erst 1791 bis 1793 wurde über dem Dreiecksgiebel ein 9m hohes Frontispiz errichtet. Mit Girlanden und Vasen wurde es im klassizistischen Stil erbaut. Die Höherführung des Daches über die Mittelkuppel hinweg zwang zu diesem Aufbau.
Die Baugeschichte der Neresheimer Klosterkirche



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